21.07.2011

Nur noch ein paar Stunden und dann ist schon wieder alles vorbei.

Wir frühstücken gemütlich auf der Dachterrasse des Hostels und packen unseren Kram. Viele Möglichkeiten gibt es in der Stadt nicht mit einem 15kg Rucksack auf dem Rücken. Wir entschließen uns für Mall, in der Hoffnung den Rucksack dort irgendwo abladen zu können um gemütlich shoppen gehen zu können.

Wir nehmen den Bus. Gar nicht so einfach, denn in ganz Israel existiert keine Städtebusplan. So muss man immer wieder bei jedem Busfahrer fragen, wo der hinfährt. Machen die Israelis übrigens genauso.

In der Mall kann ich mein Zeug natürlich nicht abstellen, aber wir schaffen das auch so noch 2 Stunden zu shoppen und dann wieder mit dem völlig unterkühlten Zug zum Airport zu fahren. Der Airport selber ist auch nicht gerade aufgewärmt. Nachdem wir endlich mein Terminal gefunden haben (nicht etwa auf der Departureebene, sondern ganz unten: special!), heißt es Anstehen für den ERSTEN Securitycheck. Annemarie will noch so lange warten, bis ich in Sicherheit bin. Also:

1. Check: Ich werde gefragt was ich gemacht habe, mit wem und was in meinem Gepäck ist, ob ich was von jemanden eingepackt habe. Ja habe ich (und ganz kurz überlege ich, ob Anne mir vllt. Sprengstoff untergejubelt hat), es wird sich ewig beratschlagt (gleiche Prozedur bei jedem in der Reihe) und ich bekomme einen Barcodeaufkleber (wie jeder) und einen weiteren Aufkleber (den bekommen die anderen nicht, hm).

2. Check: Dann zum Aufgabegepäck röntgen.

3. Check: Dann zur Packstation und meine schön mühevoll gepackte Kraxe wird auseinandergezerrt (muss auch fast jeder über sich ergehen lassen). Besonders interessiert sind sie an meinem Bibliotheksreiseführer. Alles wird stundenlang mit so einem Staubwedel abgestrichen. Nach circa 5 Minuten darf ich das Chaos wieder zusammenräumen. Werde aber nicht entlassen sondern bekomme Geleitschutz zum Check-in (den bekomme auch nur ich, anscheinend). Bisher meine einzige Panik: ich verpasse den Flieger.

4. Check: Aber ich bekomme meine Bordkarten sofort: yeah! Nur der Geleitschutz geht nicht, sondern bringt mich und meine Kraxe zum Sperrgepäckaufzug, ich lade alles ab und dann weißt er mir den Weg und ich denke, jetzt darf ich endlich zum Verhör. Seit Wochen lege ich mir Sätze parat, gehe im Kopf immer wieder alles durch, was ich so gemacht habe und dann schickt er mich zum Fahrstuhl der mich zur Departure Halle führt und wünscht mir einen guten Flug. Laaaangweilig.

5. Check: Bordkarte und Pass zeigen.

6. Check: Handgepäck wird durchgeleuchtet.

7. Check: Passkontrolle, auch da alles unkompliziert.

Und dann nach 2 Stunden darf ich endlich zu meinem Abfluggate. Aber nicht ohne nochmal ein Meal bei Mc Donalds zu holen. Ist ja Urlaub, da muss das sein. Im Großen udn Ganzen: ich denke der Airport ist nach der Army hier der größte Arbeitgeber im Land. Ich habe noch nie soviel Security gesehen. Und für Herzlichkeiten oder gar Humor hat hier auch keiner etwas übrig. Noch nicht einmal ein Lächeln bekommt man.

Der Flug ist auf jeden Fall ruhiger als der Hinflug, trotz 2 Jähriger neben mir. Ursprünglich wollte ich ja dann noch in Berlin schlafen, weil ich erst 21.30 ankomme und nix mehr nach Dresden fährt, aber als ich die Österreichische Zeitung aufschlage und etwas von kalt und Unwetter lese, entschließe ich mich beim Zwischenstop in Wien nach Hause zu smsen um mich abholen zu lassen. Thomas ist dann auch so nett. Ich hätte ja überhaupt keine Klamotten um noch durch halb Berlin zu rennen.

Ich will auf jeden Fall wieder zurück, hatte noch nie einen so entspannten Urlaub (natürlich auch dank Anne) , fast nur hübsche Menschen dort (abgesehen von den Orthodoxen), kaum Adipositas und alle völlig hilfsbereit. Ich habe mich zu keiner Zeit unwohl oder unsicher gefühlt und bin immer voll als Israeli durchgegangen.

Tel-Aviv

22/07/2011

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20.07.2011

Ich bin ja für trampen, aber da kommt auch schon der Bus und wir fahren nach Tel Aviv. Genauer gesagt nach Jaffa. Ins Old Jaffa Hostel, kann ich nur jedem empfehlen. Hat uns ja auch jeder empfohlen. Haben uns nichts für unsren letzten Tag vorgenommen außer shoppen und rumhängen und Tel-Aviv genießen.

Im Hostel ist erstmal nichts frei, aber wir bekommen das Angebot auf dem Dach zu pennen. Matratzen kriegen wir gestellt. Müssen lediglich früh um 8 alles wegräumen, weil es ja illegal ist. Aber für 14€ machen wir das gerne. Dann gehts los. Zum Strand (mh wie überraschen: Quallen), auf den Suq (yeah Mangoshake, endlich wieder Mangoshake, ich nehm gleich mal einen halben Liter. Sicher ist sicher.),  diverse coole Straßen lang…..

Bis dahin dachte ich, so toll kann eine Stadt nicht sein, dass wirklich alle davon schwärmen, aber ich muss gestehen: es ist so. Und nicht nur ein Viertel, sondern überall sieht es gut aus und fühlt sich angenehm an. Wir suchen eine Stunde ein Café, von dem sich Anne total sicher ist, dass es auf der Dizengoff Str. ist. Ist es natürlich nicht, dafür gabs dort Schuhläden. Mh Schuhe! Und noch mehr Schuhe. Dann endlich das Cafe (Streets) gefunden (völlig woanders). Und weiter shoppen und zurück Richtung Hostel und noch schnell Sonnenuntergang angucken, nach Old Jaffa hoch. Ein bisschen Handstand. Im Taubstummenrestaurant aufs Klo. Anne war sehr gespannt, wie ich der Frau das am Eingang begreiflich mache, aber ich finde ich hab das ganz gut gemacht und außerdem, die Frau wusste von Anfang an, was ich will.

Halb 10 nach 10 Stunden auf den Beinen sind wir endlich wieder im Hostel. Abendbrot wird durch Pringels ersetzt, gibt nicht gerade viel billiges Essbares in unserer Umgebung um die Zeit. Allgemein ist manches ganz schön teuer. Z.B. die Packung OB für 8€. Allgemein Kosmetik, unbezahlbar auf Dauer. Aber Schuhe sind preiswert! :-)

Auf dem Dach sind Horden von gackernden weiblichen Dänen. Aber wir sind so erledigt, dass wir nach ein paar Runden StadtLandFluß   halb 12 umkippen. Habe glaube ich keine Nacht so selig geschlafen, wie in dieser. Trotz Rummel um mich drum herum.

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Nachdem ich Annemarie wieder reichlich Frühstück (es gibt Kontinentales) aus dem Hostel geschmuggelt habe, geht es nun auf nach Ein Gedi, mit allem Gepäck.

http://de.wikipedia.org/wiki/En_Gedi

Laut Lonely Planet, könnte dies der Garten Eden sein. Man darf also gespannt sein. Masada (Festung etwas weiter nördlich) habe ich Anne nach 24h endlich ausreden können. Schon als wir zum Busbahnhof rennen früh um 8 ist sie mir dankbar dafür. Das wäre unmöglich geworden, bei den Temperaturen dort hoch zu rennen. Ich tippe auf momentane 28°C.

Der Bus ist nicht ganz so unterkühlt, aber wieder ein Gedrängel und Geschupse beim Einsteigen. Diesmal machen wir da ordentlich mit.

Wir fahren also durch die Wüste (Westjordanland) und so langsam dämmert uns, dass wir es wohl nicht lange aushalten werden im Toten Meer und dann ziemlich schnell (nach vllt. einer Stunde?) in den Nationalpark zu den Wasserfällen müssen, zum Abkühlen.

Am “Strand” angekommen, werden wir erst einmal von den 42°C erschlagen. Der “Strand” ist eine trostlose Ansammlung von steinen, lieblos und ….trostlos halt. Aber es sind maximal 5 Leute da. Also schnell ins Wasser. Ich als erstes, Anne muss Fotos machen. Wow es funktioniert wirklich, wir waren ja beide der Meinung, bei uns geht bestimmt etwas schief und es funktioniert nicht. Aber doch. Auf dem Bauch liegen ist nicht ganz so einfach, aber hauptsächlich bin ich geschockt, wie warm das Wasser ist. 37°C hat es bestimmt. Schwimmen geht kaum, weil die Beine einfach mal immer an der Wasseroberfläche hängen. Also wieder raus, Anne rein, wow, und auch bei ihr funktioniert´s, schnell Fotos machen. Mit Neurodermitis ist das nicht so cool. Wir halten es noch circa 3 Minuten aus. Ich versuche weiter raus zu schwimmen in der Hoffnung dass es irgendwaan etwas kühler wird, aber vergebens. Dann kommen plötzlich Horden von Jugendlichen und alle mit: Wow it works! Der Bademeister da muss doch extrem genervt sein, wenn 1000 von Leuten jeden TAgen mit diesem Spruch da rein gehen.

Die Dusche danach hat wenigstens nur 32°C und dann sitzen wir noch kurz oben am Parkplatz, aber selbst das sitzen ist anstrengend. Uns graut vor den 500 Metern Laufen zum Nationalparkeingang. Wir gehen los, in der Hoffnung trampen zu können, aber das funktioniert nich und dann sind wir auch schon da. Können unser Gepäck zum Glück am Eingang lassen und gehen nur mit Handtuch und Kamera los. Nach 10 Minuten kommen wir zum ersten Wasserfall, leider sind noch diverse amerikanische nervige Individuen dort. Also warten und dann endlich ins Wasser. uuaah kalt. Länger als 3 Minuten halten wir es nicht aus. Zu kalt (wahrscheinlich angenehme 28°C – aber bei uns Frostmemmen ist das zu wenig).

Also weiter, aller paar 100m kommen wieder Wasserlöcher mit und ohne Wasserfall. Mittlerweile sind es bestimmt schon 46°C. Von überragender Flora und Fauna kann hier keine Rede sein, lediglich um das Wasser stehen ein paar Pflanzen, sonst ist alles hoffnungslos vertrocknet. Und es gibt lediglich ein paar Vögel und Bergziegen. Wenn das ein Garten Eden soll, dann bin ich ja froh, dass wir rausgeflogen sind. Und derjenige der das geschrieben hat, war wohl noch nie aus Israel raus, wo es Wälder und Wiesen gibt.

Nun gut, Schön ist es trotzdem. Aber irgendwann sind wir einfach nur fertig und wollen heim, nach Tiwon. Am besten trampen, also gehen wir zu Haltestelle, wo schon ganz viele andere stehen und versuchen zu trampen, wird aber nix und dann kommt auch gleich der Bus, der bis tel-Aviv durchfährt. Nur ein bisschen voll. Wir müssen alle auf dem Boden sitzen, der im hinteren Bereich circa 70°C hat (zu mindestens an den Alu-streben). Einschlafen schaff ich aber trotzdem irgendwie. In Tel-Aviv steht auch schon unser Sherut (Sammeltaxi) bereit zur Abfahrt und innerhalb kurzer Zeit sind wir wieder in Tiwon. Endlich duschen, ausruhen, Kühle.

…weil´s so scheeeeeeeen war

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Also raus und Anne treffen. Ich denke ich hatte eine bessere Nacht als sie. Auf jeden Fall eine kühlere in meinem Kellerdorm.

Dann natürlich erstmal zur Klagemauer (Western Wall).  Hab mir das ganze total anders vorgestellt. Nicht so zugebaut und der Männerbereich ist auch voll abgesperrt und die Frauen stapeln sich quasi an der Mauer. Auf schwachsinnige Tourifotos haben wir weitestgehend verzichtet, da mir das echt alles zu bewegend war. Da stehst du nun da, in der heiligsten Stadt, am so ziemlich für die Mehrheit der Menschen heiligsten Ort der Welt. Da wird man schon irgendwie emotional. Religion hin oder her.

Es gibt eine Tunnelwanderung an der Western Wall entlang (für alle nicht Informierten: König Herodes hat den Tempelberg bauen lassen, weil der natürliche Berg zu klein war für seine Protzbauten. Er wollte ihn aber an der gleichen Stelle, wie ein paar Jahre zuvor König Salomon ihn hat bauen lassen hinstellen, weil dort ursprünglich die Bundeslade stand, aber Nebukatnezar  alles kaputt gemacht hat. Er hat also wieder einen Tempel errichten lassen und nu beten da alle an der Western Wall, weil die am nächsten zum ursprünglichen Bundesladenpunkt ist. Ursprünglich war dort aber ringsrum ein Tal und erst später wurde das arabische Viertel gebaut, weshalb ein Großteil der Western Wall nun unterirdisch verläuft.) Wir haben aber erst Karten für eine Führung abends bekommen, also sind wir ersteinmal ins jüdische, christliche und arabische Viertel gegangen. Ich muss sagen; alles sehr sauber und schick mit den kleinen Gassen und Labyrinthen.

In der der Nähe des Jaffatores waren wir essen und sind dann hoch auf die Stadtmauer, auf der man fast komplett um die Altstadt herumlaufen kann. Natürlich kommen nur blöde Touris mittags um 12 auf die Idee, bei der Hitze, weshalb wir so ziemlich die einzigen waren, wir haben es bis zur 2. Base (sprich: Bäihs) geschafft. Aber man einen super Ausblick über die Altstadt. Dann erstmal in die Grabeskirche; ein Muss für alle in Jerusalem. Und mich wundert es immer wieder wieso man explizit darauf hinweisen muss, dass man nicht telefonieren soll an Jesus Grab und keine Waffen oder Essen mit reinnehmen soll. Ich dachte, so etwas versteht sich von selbst. Und viel mehr wundert es mich, dass sich trotzdem nicht alle daran halten und erst einmal telefonieren. Aber Israelis ohne Telefonieren geht halt nicht. Auch an diesem Ort haben wir unsere Fotoshows ausgelassen, im Gegensatz zu anderen Touris die sich erstmal posend neben die Betenden setzen und in die Kamera lächeln.

Danach ging es in raus aus der Altstadt, die Jaffostreet lang. Shoppen und Yoghurt-Eisessen.  Und auf die Bekloppten Straße Ben Yehuda. Leider waren heute keine Hängengebliebenen mit Jerusalem Syndrom unterwegs. also auf ins Orthodoxen Viertel Mea Shearim. Anne war das alles überhaupt nicht geheuer, denn Touris sind dort auch wirklich nicht willkommen udn man muss auf jeden Fall hochgeschloßen gehen. Ich hab dann immer nur Fotos im Laufen gemacht, ohne mir die Kamera vors Gesicht zu halten, ganz unauffällig. Was die Orthodoxen angeht: Frauen dürfen ihre Haare nicht zeigen, weshalb sie alle Kopftücher tragen oder die gleiche Perücke, auch so finde ich, dass bestimmt 60% der Frauen exakt gleich aussehen. Das ist mir schon im Flugzeug aufgefallen, als ob alles eine Familie ist (ja ich weiß im Grunde ist das ja auch so). Und dann alle mit mehreren Schichten Klamotten und noch Mantel drüber. Und überhaupt. Extremisten, Fanatiker halt.  Schön ist das alles nicht. Finde ich. Und Anne auch.

Danach sind wir unsre Einkäufe abladen gegangen und haben versucht auf den Felsendom zu kommen. Nachdem wir mehrere Leute, die dort arbeiten gefragt haben (eine hat gar nicht mehr aufgehört uns zuzutexten, auf hebräisch, keine Ahnung was sie da alles erzählt hat) und keine wirklich konstruktive Antwort bekommen haben,  haben wir uns zusammengereimt, dass der Felsendom wohl nur früh für Touris auf hat, und wir das also nicht angucken können. Also erstmal Pizza essen gehen. Und dann zur WesternWall Führung. 70 Minuten für 500 Meter.  Und hätte unser Guide das Wort WesternWall weggelassen, wären wir wahrscheinlich in 30 Minuten durch gewesen. Allgemein hat sie das für völlig geistig Umnachtete erklärt. Prinzipiell war es Interessant, soviel zu erfahren, aber mir war schon vorher klar, dass ich an der WesternWall langgehe und die WesternWall  auch anfassen kann und die WesternWall  unterirdisch ist und ich außerhalb des Temeplberges langlaufe und ich jetzt an der WesternWall stehe und die WesternWall  jetzt anfasse,……. WesternWall WesternWall WesternWall WesternWall WesternWall WesternWall WesternWall . Aber trotzdem kann ich das alles empfehlen und man hat super Fotomotive und es gibt einen Teil, der sich direkt auf der Höhe der damaligen Budneslade befindet, somit das Heiligste überhaupt der WesternWall  und dort kommen immer alle Frauen, (Tagsüber vllt auch Männer?) zum beten hin, an die WesternWall.

Und noch einmal: WesternWall!

Danach sind wir aufs Hospizdach und hatten einen super Ausblick über die Altstadt mit Felsendom. Leider war es ganz schön windig. Überhaupt ist Jerusalem ganz schön kalt abends. (Da bin ich mir mit Anne auf jeden Fall einig). Also wieder runter und im Garten sitzen, mit Pringels und Melone. Und wir können es immer noch nicht so richtig fassen. Jerusalem!

….bezeichnet eine psychische Störung, von der ca. 100 Besucher und Einwohner der Stadt Jerusalem pro Jahr betroffen sind. Dabei handelt es sich nicht um eine anerkannte Diagnose. Die Symptome fallen im internationalen Diagnoseschlüssel unter „Akute und vorübergehende psychotische Störung“.

Die Erkrankung besitzt den Charakter einer Psychose und äußert sich unter anderem in Wahnvorstellungen: Der oder die Betroffene identifiziert sich vollständig mit einer heiligen Person aus dem Alten oder Neuen Testament und gibt sich als diese aus.

Die Identifizierung als biblische Person geht einher mit einer entsprechenden Selbstdarstellung und wird oft begleitet von öffentlichen Predigten oder Gebeten des Erkrankten. Auch legen diese häufig ihre Kleidung ab und hüllen sich statt dessen in weite Gewänder oder Bettlaken.

Aber erst mal zu gestern:

Wir sind nach Gan Hasholasha gefahren, nein getrampt. Nur nette normale Leute und Anne ist gezwungen ihr hebraeisch zu verbessern, da einige kein English koennen. Ich habs mittlerweile auf 6 Woerter gebracht. Yalla Yalla!

Gan Hash… ist ein Freibad im weitesten Sinne, aber das schoenste was ich je gesehen habe. Und warm und klares Wasser und Wasserfaelle und warm und ich glaube es war meine erstes BAdeerlebnis bei dem ich fuer keine Sekunde gefrorren habe. Wir haben den israelischen Jungs Arschbomben beigebracht, sassen unterm Wasserfall und haben uns beide mal wieder ordentlichverbrannt, rotz Sonnencreme, trotz Schatten.

Dann sind wir in die naechst groessere Stadt getrampt und bei 37 Grad in den Bus nach Jerusalem gestiegen. Im Bus sass hinter mir eine Tante, die ununterbrochen telefonier hat. Mindestens 1 Stunde und der Bundi der neben mir sass war auf jeden Fall genervter davon als ich und hat sie staendig zurecht gewiesen. Sehr sympathisch.

In Jerusalem sind wir bei 10 Gad weniger ausgestiegen und Anne hat sich sofort eine JAcke angezogen. Es gibt also noch schlimmere Leute als mich. Dann haben wir eine Unterkunft gesucht. Anne kann als Voluntaer im PAulus HAus unterkommen fuer 2 Euro. Das liegt am Eingang zur Altstadt. Ich habe mich nach langer Suche fuer das Oesterrreichische Hospiz entschieden.    http://www.austrianhospice.com/

Wir haben vorher noch ein paar andere Hostels oder Hotels abgeklappert. DAbei kam ich mir vor wie in Asien, nur eben mit Anne statt Zoe dabei. Anne hatte auf jeden FAll genauso wenig Lust wie Zoe auf Hotelsuche, hat aber weniger geningelt. NAchdem ich echt widerliche Bruchbuden angeboten bekommen habe, oder Hotelzimme fuer SpecialPrice 150 Dollar, schlafe ich jetzt im Dorm vom Hospiz. Inklusive Fruestueck fuer 20Euro. DAs Hospiz gleicht eher einem Schloss und wir sassen gestern ahben noch im Gartenturm mit Blick auf die muslimische Altstadt. Mitten in Jerusalem. Wow. Sehr gute Hotelwahl. Ueberhaupt ist hier alles so entspannt und nett. In ganz Israel. Es gab noch keine Pannen, nervige Situationen oder Angespannte. DAs letzte MAl genervt war ich im Flugzeug. Israelis draengeln zwar ununterbrochen und sind ganz schoen laut aber sehr hilfsbereit und offen. Wenn ich mit der Kamera auf der Strasse stehe und Anne fotografiere halten innerhalb von einer Minute mindestens 4 Leute an und fragen ob sie uns zusammen fotografieren sollen.

So muss los. In die Geschichte!! Und die Wahnsinnigen suchen.

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Hitchhiking Guide

16/07/2011

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16.7.2011

Heute also Acco. Eine hauptsächlich arabische Stadt, was sehr praktisch an Shabbat ist. Wir waren die Zitadelle besichtigen und die unterirdische Kreuzfahrer Stadt, einen Tunnel und so weiter. Hab ich schon erwähnt dass Acco schön ist? Mit arabischen kleinen Labyrinthgassen, einem Suq (Markt) und natürlich Falaffel. Lecker Falaffel. Dann haben wir ziemlich lange zum Strand gebraucht und mussten auch noch Eintritt bezahlen (2,50€) nur um festzustellen, das hier noch mehr Quallen sind und absolutes Badeverbot herrscht. Und der schönste Strand Iraels (laut allen reiseführern) ist es gleich gar nicht.

Dafür jede Menge Quads, Pferde, Pferdekutschen, Jeeps und Jetskies. Übelst was los, Anne hat trotzdem seelenruhig geschlafen.

Zurück, wie schon hinzu sind wir wieder getrampt (da kommt der Geiz wieder durch bei mir).  Aber ich fand das vor allem wesentlich entspannter. Ok, es sind immer erstmal schräge Typen, aber im Endeffekt stellen sie sich als ganz nett raus und der Bus würde uns nicht bis vor die Tür fahren. Außerdem müssten wir umsteigen, es wäre saukalt und eben teuer.

Die nächsten Tage machen wir eine Rundreise zu einem see (hoffentlich diesmal wirklich ohne Quallen), Jerusalem und zum Toten Meer.

Shalom

15/07/2011

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Willkommen zurück.

In Berlin bei Nieselregen und 20 Grad los, früh um 5. In Tegel ganz gut weggekommen nach Wien. Dort  war ich dann am Gate zum ersten Mal mit Orthodoxen konfrontiert. Unser Flug hatte dann eine stunde verspätung, weil erst ein Gewitter war und da in Wien nicht mal das Gepäck eingepackt wurde, dann saßen wir irgendwann im Flugzeug. Aber mit Israelis/Juden ist das alles nicht so leicht. Die müssen dann erstmal über die Sitzordnung diskutieren. Auch nachdem der Steward mehrmals zum Sitzen aufgefordert hat, ging es nich richtig vorwärts. NAja. Der Flug war grausam. Mit schulklasse und ständigem hin und hergerammel. Von den 147 Passagieren, waren alle wohl durchschnittlich 2 Mal auf dem Klo. (Am Gate vorher übrigens auch schon, und bei der Ankunft auch sowieso) An schlafen war also nich zu denken. Auch so hatte ich das Gefühl, dass die alle zum ersten Mal fliegen. Anschnallzeichen wurden prinzipiell ignoriert. Alle haben sofort nach Essen und Getränken geschnallt. Ein Mädel hat lange versucht in die besetzte Toilette einzudringen. Vergebens.

In Israel hatte ich dann ziemliche PAnik vor der PAsskontrolle. Hatte mit 1000 Sätze zurechtgelegt und mich auf 2 Stunden Verhör eingestellt. Aber nichts. Ich hab gesagt, dass ich eine Freundin besuchen fahre, weiß leider weder wo sie wohnt noch was sie konkret macht und dann wurde mir ein schöner Urlaub gewünscht.

Dank Annes Wegbeschreibung ganz schnell Geld getauscht und zum Zug gehechtet. Habe ihn trotzdem um 5 Minuten verpasst und musste eine Stunde warten. Im Zug waren dann gefühlte 5 Grad. Es gibt immer 4er Sitzgruppen und mir gegenüber hat sich eine russische Mutti gesetzt. Vllt. 50 Jahre alt und mit 20 Jähriger Tochter. Neben mir saß ein Typ von der Armee. vllt 40 und nich sehr ansehnlich. Und da guck ich so rum und merke wie der Typ sein Iphone neben sein Knie hält um der russischen Mutti untern Rock zu filmen. Und das die ganze Zugfahrt über (1,5h). Aldaaaaaaaaa, ich hab noch nie so angestrengt aus dem Fenster geguckt. Habe überlegt ob ich ihm beim Aussteigen vllt ein Zettel mit der Youporn URL zustecken sollte. Da sieht man auf jeden Fall mehr. – Willkommen in Israel!

Annemarie hat mich vom Zug abgeholt und wir sind nach Tiwon, in ihre Villa, die sie sich mit den anderen Voluntären teilt und die sie vom Arbeitgeber gestellt bekommen. Essen auch. Wir haben noch Film geguckt mit den andren und obwohl ich seit 20 Stunden wach war, war ich die einzige, die nicht eingepennt ist.

Über meine Mitbringsel (Zeitung, Nutella, Tabak) haben sich aber alle sehr gefreut.

15.7.

Heute früh sind wir nach Haifa und waren den Bahai Schrein angucken. Die Juden wieder alle sehr regelkonform. Obwohl der Guide bestimmt 5 mal drauf hingewiesen hatte, dass wir alle unbedingt zusammenbleiben müssen und nichts außer Wasser getrunken werden darf, weil das die heiligste Stätte der Bahai ist, wurde natürlich nicht zusammengeblieben und saft gabs auch. Naja.

Danach sind wir mit Haifas U-Bahn gefahren (die einzige im Land). Eine Bergmetro. 5 Haltestellen, wie in dRESDEN, die Standseilbahn ungefähr. Ticketautomat war kaputt und man hat uns gesagt, dass wir beim ausgang bezahlen sollen. Dann eine Grabesruhe an der Station. Viele Leute fahren da auf jeden Fall nich mit. Beim Ausgang haben wir dann auch nich bezahlen müssen. Wir sind also Schwarzgefahren. Und das in Israel. uuuuuuuh. Den arabsichen Markt, den wir gesucht haben, haben wir nicht geufnden, oder er besteht wirklich nur aus der einen Straße wo wir waren. DAfür gabs Fallafel. Nicht ganz so lecker wie in Äqypten, aber ich hatte Hunger.

Danach mit dem Bus zum Strand. Leider ist der immer noch voller Quallen. Ich habe es trotzdem 3 mal probiert ins wasser zu gehen. Weil es herrlich warm ist. Nun habe ich am ganzen Körper rote Quaddeln. und die brennen die ersten 10 Minuten auch ordentlich.Und natürlich haben uns 2 Israelis angequatscht, wo wir arg zu tun hatten, die wieder los zu werden.

Rückzus fuhr kein Bus mehr, wegen Shabbat und den letzten um halb 5 wollten wir nicht nehmen, weil wir ja erst halb 4 da waren.

Also trampen. Annemarie war da noch nicht ganz überzeugt, aber wir standen keine 10 Sekunden an der Straße und es hielt einer an. Ein Israeli mit Freundin, der in Spanien lebt und auch gerade auf Urlaub is. Dann mussten wir umsteigen zu einer Kirsche, die nichts gesagt hat und uns auch nur 1 km weit gefahren hat und dann kamen da sofort 3 Oberprollaraber mit möchtegern getunten Fiat. Tigerteppich an der Decke, Irgendwelche Blinklichter um das Cockpit und Destinys child auf Anschlag. Genau wie das Gaspedal. Na mussten wir uns aber wenigstens nicht unterhalten. Beim aussteigen hab ich natürlich noch einen Handabdruck auf den Arsch bekommen. Ach Araber, immer wieder schön.

Morgen wollen wir nach Acco in den Norden und hoffen dass dort keine Quallen sind.

Santander 1

22/05/2010

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Da ich absolut keine Ahnung habe, wie man einen neuen Blog erstellt, schreibe ich im alten weiter. Auf absoluten Wunsch einer einzelnen Dame!!!

Mittwoch/Donnerstag

Los gings mit der MFG und dem Satz: “Vorsicht Auto ist neu!!”. Da fährt man doch gerne bei andren Leuten mit. So ein Typ der nich nach zuviel Geld aussieht, aber A4 fahren muss. Rückbank: Links Robert und sein Kreuz, rechts irgendne Dicke Mutti, die sich die ganze Zeit oben am Halter festgehalten hat. Und ich in die Mitte gequetscht. Zwischendurch mal von der Polizei rausgezogen, weil wir ohne Licht waren und es doch reichlich grau war. Null Sicht. Aber Herr A4 Fahrer weiss ja eh alles besser. Rausgeschmissen wurden wir in Altglienicke, damit wir ja keinen Meter mehr chauffiert werden für unser Geld. Also mit der Sbahn in die Stadt (Berlin, wa?!) Da sasss so ein Typ und als der aufstand, dacht ich noch, der is aber blass und wie ich mir das so denke ist er auch schon am umkippen. Auf ne Omma, die brüllt noch “junger Mann, also junger Mann” bevor sie einen Schritt zur Seite macht und da liegt er. Willkommen in Berlin! Immerwieder schön. Er is dann aber doch schnell wieder zu sich gekommen und raus kotzen gerannt. Mh kotzen, erinnert mich an LAos.

Auf jeden Fall hatten Robert und ich unsere Übernachtung beide Zufällig auf der selben Strasse und konnten so früh auch zusammen zum Flughafen. Und der Typ, der sich permanent über mich aufregt enn ich mal 5 Minuten zu früh bei ihm bin, schnauzt mich voll früh um 6, weil ich nicht 10 Minuten vor der verabredeten Zeit parat stehe.

Der Flug war okay, nur Frankfurt Hahn nimmt es wieder sehr genau mit den Securit Vorschriften und Robert muss sich eine Tüte kaufen für die Kosmetika für 50cent. und ich darf mir dann ne halbe Stunde anhören von ihm, wie doof alle sin.

Und dann endlich Spanien. Nicht gerade so warm wie erhofft, aber wir sehen die Sonne. Erste Aufgabe: Essen suchen. Kasper ist nämlich noch nicht zu hause und wir müssen 3 Stunden rumkriegen. Das mit dem Essen ist nicht so einfach, wenn eine Mäklige, ein Veganer und 2 Geizige unterwegs sind. Aber irgendwann haben ir auch das geschafft und dann endlich zu Martin. Und dann nochmal essen. und irgendann schaffen wir es auch vor die Tür. So gegen 4 würdsch sagen und gehen zum Strand. Und alles voller Wind. Sturm. Böen. was auch immer. Die Jungs fangen an Handstand zu üben und mit mir Ball zu spielen. Ich bin der Ball. Das sind also ihre neuen Hobbies und ich denke ich kann sie nicht davon abbringen. Dann müssen wir noch unbedingt ( Bier kaufen und) an der Küste lang aufn Berg. Die Landschaft: Ein Traum. Echt. Aber ich glaube wir waren insge samt 5 Stunden laufen. LAufn laufen. Und ein Taxi zurück wäre ja mit 7 Euro viiiiiiiiiiel zu teuer. Dafür sind wir nach dem Essen auch echt alle tot ins Bett gekippt.

Freitag

Martin musste arbeiten und um 7 ruas. Kam halb 3 wieder. Wir haben bis dahin gepennt mit kurzen Frühstücks unterbrechungen und 10 Seiten lesen. Dann Essen machen und wieder raus und an den Strand. Handstand üben. Aber da zu viel Wind….auf einen Betonplatz gehen und da wirkt es wohl noch komischer wenn 3 Freaks das machen. Dann haben ir irgendwie die komische Idee ins Kasino zu gehen, wofür ja aber Dresscode besteht und wir also erstma Klamotten brauchen. Also in die Statd laufen. Und es gibt Leute die sind noch geiziger als ich: Martin meint es iszuviel 3 € fürn Bus zu bezahlen….für 3 Leute insg.

Beim Shoppen gibt es nichts wirklich brauchbares, also nach HAuse essen. Der PLan mit abends weggehen fällt für mich flach, weil die Jungs vor 1 nicht aus dem Haus kommen und wir aber früh um 8 raus müssen, Auto ausleihen.

 

Samstag

Und ratet mal wer früh um 8 nicht strahlend parat steht? NA auf jeden FAll sind wir pünktlich um 9 am Flughafen, aber unsre Autoausleihstation hat zu. NA so was. Ich ruf beim deutschen Vertragspartner an und die meine  sie kümmern sich und rufen gleich zurück. 15 Minuten  lang nichts. Aber während der ganzen Zeit stachelt mich MArtin an, ich solle doch mal ausrasten am Telefon sonst macht er es. Ich wäre ja ganz ruhig geblieben (hab da ja reichlich Übung), weil was soll ich ne Call center Tante vollbrüllen, aber neeeeeeeee. Also 2. Anruf mit aufregen. Aber die wimmeln mich wieder ab. DAnn kommt die Autotante und ich entllade mein Wut. Aber sie meint, sie kann für nichts etwas und ich kann froh sein, dass sie jetzt schon kommt, eigentlich macht das Ding erst ne Stunde später auf. Holiday CArs: Nie wieder!! Auf den Rükruf warte ich jetzt noch. Na ich hab mich dann doch schnell wieder eingekriegt und wir haben jetzt einen tollen Chevy MAtiz. So ne Krücke. Katastrophales Auto, wer sowas baut gehört….Egal es fährt.  Und wir fahren die Küste lang. Schön, so schön. Noch a bissl Strand. Und wenn wir uns nicht alle drei permanent wahnsinnig machen würden, wäre es ein so schöner Urlaub. Aber stattdessen, sind wir alle drei am uns ständig vollbläken und auf die Nerven gehen.

Jetzt sind die Jungs gerade beim Fussball und ich habe mal Ruhe.

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ich kanns nicht lassen. Bloggen macht suechtig, aber jetzt vllt. doch der abschliessende Kommentar. (und ausserdem meinten einige sie haetten sonst nichts mehr zu tun, wenn sie meinen blog nicht lesen koennen)

Also vielen Dank an meine Eltern fuers abholen und Danke meinem Bruder und Irene fuer ein weiches sauberes Bett in muenchen und lecker >Fruehstueck. Meine NAchbarn haben auch einen Willkommensgruss ueber die Tuer gehaengt. Auch vielen Dank dafuer. Und meine spanische Untermieterin hat meine Wohnung wie geleckt hinterlassen. Da ich mich nicht ans auspacken traue, habe ich als erste Amtshandlung erstmal den Hausflur gekehrt und gewischt. Und wie auf Bestellung ist mit mir am Samstag auch mein Paket aus Vietnam angekommen, genau wie ich. Noch mehr auspacken! Oje. Deshalb haenge ich auch am Rechner, hinter mir herrscht Chaos. Aber Deutschland hat mich wieder, auch wenn es viel zu grau und vor allem zu leer ist; ich freu mich. Ach und falls jemand von euch nach Thailand faehrt: ich hab noch Geld!!

So noch ein Ueberblick ueber die letzten Wochen und fuer mehr: ich will am 8.5. wahrscheinlich meine Fotos zeigen, wer Bock hat!!

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